Der Pater. Die Presse feiert ihn als «liberalen Katholiken». Die Römer Kirche hält er für eine rechtsextreme «Hundezucht». Seinerzeit beherbergte er einen illegalen Asylbewerber bei sich zu Hause zur «Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung». Daneben gebot er als Chefjesuit im Lassalle-Haus über Yoga-Kurse, Buddhismus und Zen-Meditation. Jetzt hat Pater Lukas Niederberger flächendeckend seinen Rücktritt aus allen Ämtern mitgeteilt. Zahlreiche Interviewer huldigten seitenlang der «Reizfigur des Zuger Rechtsbürgertums». Abermals durfte Niederberger gegen den Papst und seine reaktionäre Kirche wettern, der er einmal freiwillig beigetreten war. Neben dem fruchtlosen, zermürbend ...