Den schwarzen Tag verhiessen früher tote Katzen auf der Bühne und Glassplitter im Ballettschuh. Am Morgen seines Schicksalstages waren Sergei Filins Autoreifen auf- geschlitzt. Seit Wochen erhielt er anonyme Drohanrufe, seine E-Mails und seine Facebook-Adresse wurden gehackt. Als Filin, 42, der Direktor und frühere Solotänzer des Bolschoi-Theaters, spätabends von einem Empfang zu seiner Moskauer Wohnung zurückkehrte, ohne Personenschutz, den er abgelehnt hatte, spielte sich auf dem Trottoir dieses makabre Aggressionsballett ab, festgehalten von einer Überwachungskamera. Ein Vermummter tänzelte neben Filin her und bespritzte sein Gesicht mit Schwefelsäure. Seither kämpfen die Ärzt ...