Er war, obwohl in Moskau geboren, der deutscheste aller deutschen Musiker: Hans Pfitzner. Ein Schwerblütiger, ein Nörgler, ein Misanthrop – und auch ein Verbitterter, der sich in späteren Jahren den nationalsozialistischen Lockrufen kaum verschliessen wollte (aber, da zu wenig pflegeleicht, auch dort nicht die erhoffte Resonanz fand). Anderseits hatte der Komponist Pfitzner durchaus prominente Fans, von Gustav Mahler und Bruno Walter bis Wilhelm Furtwängler und Hans Knappertsbusch, die seine Opern ur- oder erstaufführten. Heute freilich, wenn sich ein Dirigent wie Christian Thielemann für Pfitzner einsetzt, gerät er erneut mitten ins ideologische Minenfeld.
Doch nehmen wir Hans Pfit ...