Sie trinken nicht, leben monogam und gehen zeitig ins Bett. Der Brasilianer Paolo Sergio vom FC Bayern München oder der Ghanaer Charles Amoah, der einst den FC St.Gallen zum Meister schoss, gehören zur wachsenden Schar afrikanischer und südamerikanischer Fussballer, die den Weg zu Gott gefunden haben. Und diese Spieler sind bei europäischen Klubs besonders beliebt. Gelten Profis aus Rio oder Dakar in der Regel als eher undiszipliniert, so sind ihre gläubigen Berufskollegen Prototypen des strebsamen Arbeitnehmers. Ganz im Sinne des deutschen Soziologen Max Weber. Dieser hatte lange vor der Einführung des Profifussballs behauptet, der puritanische Protestantismus fördere die rationale L ...