Genf, wo Calvins Widersacher Michel Servet auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, ist inzwischen die internationale Hauptstadt der Ökumene, und als Saïd Ramadan 1961 das Centre Islamique de Genève (CMI) ins Leben rief, war es das erste in Europa. Ramadan hatte die Tochter von Hassan al-Banna geheiratet, dem 1949 ermordeten Begründer der Muslimbruderschaft. In die Schweiz kam er auf der Flucht vor Nasser über Saudi-Arabien, Syrien und den Libanon.
Saïd Ramadan lebte auf grossem Fuss. Katar stellte ihm eine Villa zur Verfügung, Jordanien ernannte ihn zum Botschafter bei den Vereinten Nationen, Saudi-Arabien finanzierte seine Tätigkeit als Vertreter der Islamischen Weltli ...