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«Tatort» Schweiz
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«Tatort» Schweiz

Wenn ein urchiger Bergbauer geschniegelte Investoren mit der Mistgabel vertreibt oder eine Luzerner Fasnachtszunft sich als skrupelloser Mafiaverein erweist, so läuft am Fernsehen der Schweizer «Tatort». Wie kommt das Fernsehen dazu, ein solches Bild der Schweiz zu zeichnen?
Die Herren der Zunft schreiten zur Geheimversammlung in der glänzend weissen Wohnung ihres Zunftmeisters. Dieser befindet sich in einer Notlage, seine Firma ist in Konkurs ­gegangen, sein Sohn ist drogenabhängig und sitzt im Gefängnis. Nun fleht er seine wohlhabenden Zunftfreunde um ein Darlehen für die Kaution und den Entzug an. Doch die bleiben hart. Geld gibt’s keines, und der Meister wird gleich noch aus der Zunft rausgeworfen. «Ein Zunftmeister kann keinen drogensüchtigen und kriminellen Sohn haben. Du hast keinen guten Ruf mehr», sagt ein Herr in dem lieblich-belehrenden Ton, den schlechte Päda­gogen gegenüber Kindern aufsetzen. Es war einer der Schweizer «Tatort»-Moment ...
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