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Elektromobilität im Selbstversuch: Die Zeit mit dem Audi RS e-tron GT ist vorbei. Wie steht’s um seinen Nachfolger?

Wir haben uns wirklich gut verstanden. Der goldene Audi RS e-tron GT, mit dem ich seit Anfang des Jahres unterwegs war – rund 6500 Kilometer oder 150 Stunden sind einiges an Lebenszeit am Steuer des, wie ich finde, schönsten Audi-Modells in vielen Jahren. Eigentlich war das elegante Elektroauto gar nicht golden, sondern vielmehr «sandgelb metallic», aber das ist nur ein technisches Detail. Die flamboyante Lackierung hat viel dazu beigetragen, dass ich den GT so mochte und dass mir der Abschied schwerfiel.

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Mit dem Risiko, hier eher emotional als rational zu argumentieren: Ich halte den Audi RS e-tron GT auch noch für eines der besten Autos zurzeit überhaupt. Die Mischung aus Performance, Komfort und Ästhetik ist überragend; die Eleganz, mit welcher die flache, breite, lange Limousine durch Kurven zieht, ist von fast schon poetischer Schönheit. Bemühe ich mich um Objektivität, kommen mir wenige Dinge in den Sinn, die Anlass zu Kritik geben. Nach all der Zeit im Audi würde ich wohl kein Alcantara-Interieur wählen, einfach weil es nicht so gut riecht. Das Entertainment- und Navigationssystem hat ausserdem Potenzial für Verfeinerungsmassnahmen, und das Platzangebot auf den Rücksitzen und im Kofferraum ist für ein Auto dieser Grösse übersichtlich ausgefallen.

Aber der Audi RS e-tron GT wurde ja auch nicht als Nutzfahrzeug entwickelt, sondern ist vielmehr ein Statement für eine vorwärtsgewandte Form individueller Mobilität. Kürzlich konnte ich, gewissermassen als Direktvergleich, den schon bereitstehenden Nachfolger der Elektrolimousine fahren: Der Audi RS e-tron GT performance sieht fast so aus wie mein «Goldstück», wurde aber in vielen Bereichen wie Fahrwerk, Antrieb und System auf den neuesten Stand gebracht. Plakativ sind die Leistungsdaten, mit 550 kW (748 PS) fährt der Audi in einer Liga mit nur wenigen anderen Teilnehmern. Für kurze Zeit kann sogar eine Leistung von bis zu 680 kW (925 PS) abgerufen werden, damit ist dies das stärkste Serienauto, das Audi je gebaut hat.

Die Überlegung, ob so viel Leistung ausserhalb eines Auto-Quartettspiels sinnvoll eingesetzt werden kann, hat mich auf einer Fahrt nach St. Moritz begleitet. Vielleicht liegt es an meinen durchschnittlichen Fähigkeiten als Fahrer, aber ich wage die Behauptung, dass das Beschleunigungspotenzial des neuen Performance-Modells die meisten Leute eher überfordert. Auf der Fahrt durch den goldenen Engadiner Herbst dachte ich darüber nach, ob neu auch besser ist und ob ich – eine Frage die sich gar nicht stellt – den neuen GT dem alten vorziehen würde. Mir gefallen zwar die verfeinerten Grafiken im überarbeiteten Audi e-tron GT, und viel Leistung zu haben mag jeder leidenschaftliche Autofahrer. Aber dies ist schlussendlich eine Herzensangelegenheit, ich bleibe im Team Gold.

 

Audi RS e-tron GT

Motor/Antrieb: Elektromotoren, Quattro-Antrieb, 2-Gang-Getriebe; Leistung: 598 PS / 440 kW; max. Drehmoment: 830 Nm; Hochvoltspeicher (800 V): 93,4 kWh; max. Ladeleistung: 270 kW (DC); Reichweite: 495 km (WLTP); Verbrauch (WLTP): 20,3 kWh / 100 km; Beschleunigung (0–100 km/h): 3,2 sec; Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h; Preis: Fr. 151 650.–; Testwagen: Fr. 185 970.–; neuer Audi S e-tron GT ab Fr. 129 900.–

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