Endlich haben sich die Georgier aufgerafft und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die sechs Meter hohe Statue ihres grössten Sohns von ihrem neun Meter hohen Sockel geholt. Dieser steht nun nackt und verlassen auf seinem Platz vor dem Museum in Gori. Andere Länder, andere Sitten: In Bedford, Virginia, südwestlich von Washington, ist Stalin dagegen zu neuen Ehren gekommen. Seine Bronzebüste ziert seit wenigen Wochen das D-Day-Memorial, das an die Invasion der westlichen Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 erinnert.
Josef Wissarionowitsch würde sich natürlich freuen. Sogar über die Inschrift, die den Besucher didaktisch einwandfrei darüber aufklärt, dass unter Stalins Schreckens ...