Als Fussballspieler beim Klub Fluminense trug er wegen seiner dünnen Statur und seines unbezwingbaren Kampfgeistes den Übernamen «Hoffnungsfaden», als brasilianischen Nationaltrainer nannten sie ihn schlicht «Meister». Doch Telê Santana war umgeben vom Glanz der tragischen Niederlage: Bei der WM 1982 in Spanien setzte er dem als zukunftsweisend angesehenen europäischen Kraft-, Effizienz- und Defensivfussball die ausgefeilte Ballzauberei entgegen, das technische Kabinettstückchen, den unvorhersehbaren individuellen Einfall. «Jogo bonito» (schönes Spiel), «futebol arte» (Fussball als Kunst) lauteten die Umschreibungen für die brasilianische Spielweise, und Stars wie Zico, Falcã ...