In den vergangenen Monaten herrschte ein reges Kommen und Gehen auf Schloss Weinfelden. Der deutsche Milliardär August von Finck empfing auf seiner Residenz im Thurgau eine Reihe von Grossaktionären des Industriekonzerns Von Roll. Vordergründig unterhielt man sich über Gott und die Welt, erinnert sich ein Anleger, der knapp fünf Prozent an Von Roll hält. Geschäftliches wurde nur am Rande gestreift. Doch dem 78-jährigen Baron ging es nicht bloss um Smalltalk.
Die schmeichelhaften Einladungen waren vielmehr Teil seiner diskreten Kampagne, um die Kontrolle über Von Roll zu übernehmen. Dazu musste von Finck, der bereits 31 Prozent des Aktienkapitals hielt, die Unterstützung weiterer ...