Mit der Gewalt eines Riesenprojektils schiesst sie durch den Raum und fasziniert das Kino seit seinen Anfängen: die Eisenbahn. Weder die Kutsche noch das Auto noch das Flugzeug können mit der animalischen Wucht der durch Raum und Zeit jagenden Maschine mithalten. Die Lok, mit Dampf oder nicht, das «Tier, voll heisser Wut und sprungbereiter Gier», wie Ende des 19. Jahrhunderts gereimt wurde, lebt auf der Leinwand zeitlos von diesem Image. Die menschlichen Dramen in den Eisenbahnen rasen auf blank geschliffenen Schienen dahin, zielgenau und dennoch ungewiss, mit emotional doppeltem Tempo. Der Raum, diametral zur Zeit, potenziert den Thrill. Er ist eng, eingeschränkt, ein Entkommen gibt es ...