Vor Jahren habe ich im Militär einen äusÂserst fähigen Nachrichtenoffizier kennengelernt. Er ist heute Vater von vier Kindern, parteilos, nicht gläubig, weder xeno- noch islamophob. Und er unterrichtet als Sekundarlehrer eine dritte Sekundarklasse B in einer Gemeinde am linken Zürichseeufer. In seiner Klasse befinden sich neun Muslime, alle aus «gemässigten» Familien der Balkanländer. Doch im Unterricht zeigte sich bei der Diskussion über den Terroranschlag auf die Pariser Redaktion von Charlie Hebdo: Acht dieser neun Muslime – siebzehnjährige Mädchen wie Jungs – unterstützten die Bluttat. Sie befanden, die Er-mordung der Karikaturisten sei zu Recht ge-schehen. Ja, sie verm ...