Für den Wiener in Reihe elf war’s ein teurer Schlaf, für andere im Opernhaus Zürich ein teurer Spass. Mit Witzen wie: «Wir sind ein ordentliches Gefängnis, Ausländer werden ausgewiesen, Inländer eingewiesen», kommt Johann Strauss’ «Die Fledermaus» nicht vom Fleck. Dabei wäre der Spruch gut, hätte man ihn bei der Besetzung der Rollen angewandt: Diese Operette lebt vom Charme der Dialoge. Zu viel verlangt, wenn man an einem deutschsprachigen Opernhaus erwartet, dass sie verständlich sind? In Zürich setzt die Amerikanerin (Emily Magee) mit dem holprig artikulierenden Schweizer (Oliver Widmer) Wort an Wort, wo die Komödie schnurrend ihren Lauf nehmen sollte. Um von den Schwäc ...