Der Jazz ist erfunden. Das stimmt zwar, aber ebenso, dass er eine never-ending story ist. Damit meine ich noch nicht einmal den langen Weg von der Original Dixieland Jazz Band bis, sagen wir: Nik Bärtschs «Ritual Groove Music». (Was sind die gemeinsamen Nenner zwischen diesen jahrhundertfernen Formen? Welch ungeheure Vielfalt unter einem Dach und Oberbegriff!) Ich denke vielmehr an die sehr lebendigen und endlosen Variationsmöglichkeiten innerhalb einer entwickelten historischen Spielform oder eines Personalstils. Oder die Kollision von beidem. Das sinnfälligste Bild dafür scheint mir immer noch: In einer einmal gefundenen Sprache lassen sich unzählige Geschichten erzählen. Nat ...