Tom Kummer: Herr Mann, wo halten Sie sich gerade auf?
Thomas Mann: Schwer zu sagen. Der Tod ist ja ein Übergang. In eine andere Form des Seins. Beim Sterben verlässt die Seele den Körper, schwebt zeitlos durch die Unendlichkeit.
Kummer: Klingt nach spirituellem Hokuspokus. Ihr literarisches Werk lässt aber keinen direkten Blick auf Ihre Religiosität zu. Sie arbeiten oft mit ironisch-distanzierten Schilderungen bürgerlicher Religiosität in ihrem Verfallsstadium.
«Dieser wunderschöne Junge»: ...