Immer wenn das verfluchte Jahresende naht, müssen wir überlegen. Wir müssen überlegen, wer der Kopf oder das Ereignis des Jahres war.
In den Schweizer Medien gab es 2010 wenig Köpfe und Ereignisse. Es gab nur ein paar künstliche Aufgeregtheiten um Figuren wie Tito Tettamanti, Roger de Weck oder Michael Ringier. Es war courant normal.
Doch es gab eine Ausnahme. Es gab einen Kopf und ein Ereignis, die aus Schweizer Sicht einzigartig waren. Wir reden vom Prozess gegen Jörg Kachelmann. Er ist einzigartig, weil wir einen seltenen Tiefpunkt der jüngeren Mediengeschichte vorgeführt bekamen.
Der Tiefpunkt besteht in der neuen Rolle von Medien in einem Gerichtsfall. Wir erleben Medien als ...