Tim Bergling (1989–2018) – Irgendwann nahm die Freude an synergetischen Effekten die Abzweigung ins Absurde. Nachts durchzuarbeiten führte zwangsläufig dazu, sich tagsüber aufs Ohr zu hauen – wo immer sich auch ein Bett finden liess. Als idealer Ort für die Schlafstätte entpuppte sich das Dach, denn «da wird man wenigstens gleichzeitig braun». Wenn man zähneknirschend einsehen muss, dass ein Tag in unseren Breitengraden eben nur 24 Stunden hat, wird jede Sekunde zum Kompromiss. Für den Schweden Tim Bergling war jeder Tag ein Vabanque-Spiel zwischen Geschwindigkeitsrekord und fatal risk – der Mann spielte eine Karriere lan ...