Bei der Gattung, von der hier eine besonders ausgesuchte Kostbarkeit vorzustellen ist, scheiden sich die Geister. Entweder man mag das sehr (wie ich), oder man mag es überhaupt nicht. Und weil mir nichts ferner liegt, als Vegetariern den Genuss von Blutwurst anzupreisen, diese Warnung zuvor: Hier geht’s um Jazzgesang, genauer männlichen Jazzgesang, ganz präzis um jene alte Kunst des «Ballad-Stylings», die spätestens dann unterging, als mit dem Einzug des Rock Schluss war mit Herz und Schmerz. Sinatra wusste nicht, wie ihm geschah, als die Beatles, unter den jungen Wilden ja noch die feinsinnigsten, Platz 1 der Billboard-Hitparade erstürmten. Die Balladen, die John Coltrane für das ...