Wer hätte gedacht, ein einziges Wort würde genügen? Die romantische Aufforderung «Deinetwegen» auf den Plakaten und ein paar Fernsehauftritte, viel mehr war da nicht im vergangenen Wahlkampf, um jeden zehnten Österreicher dahin zu bringen, ihm seine Stimme zu geben.
Das Establishment stand dem Phänomen Haider ratlos oder mit schlechtem Gewissen gegenüber. Wie sollen auch jene, denen der Übertreiber einen Spiegel vorhielt, hineinsehen, ohne zu erschrecken? Der virilen Konkurrenz war nicht beizukommen, indem man die Person ablehnte, ihre Politik jedoch weitgehend vollzog.
Als Nestroy hervorragend
Haider war ein Verführer, verspielt und schwer zu fassen, weil scheinbar jede belie ...