Ein alltäglicher Motorradunfall: Fleischwunden, Hirnerschütterung, offener Beinbruch. Schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Wunden heilen, Infektionen klingen dank Antibiotika ab. Doch Martin Kappeler*, der vor einigen Wochen eingeliefert wurde, hat das Schweizer Spital diese Woche ohne sein linkes Bein verlassen. Die Ärzte haben es amputiert. Ein Bakterium drohte sich auf den ganzen Körper auszudehnen. Das wäre tödlich gewesen.
Die Ursache: Beim Unfall hatte sich Martin im Dreck der Strasse einen resistenten Keim eingefangen. Dieser setzte sich in den Knochen des Beines fest. Die Ärzte bekämpften ihn mit immer stärkeren Antibiotika. Doch bald stand fest: Gegen das Bakterium hi ...