Seine letzte CD nannte Max Nagl, Saxofonist, Komponist, Bühnenmusiker und Hansdampf in vielen Gassen, «Ramasuri». Das soll ein Wort sein, das aus dem Rumänischen stammt und im Ostösterreichischen (Nagl ist als Sohn eines Kapellmeisters und Organisten im Salzkammergut aufgewachsen) so viel bedeutet wie «Wirbel» oder «Durcheinander». «Chrüsimüsi» auf Schweizerdeutsch. Es trifft den Kern von Nagls Ästhetik, oder wenigstens eines Aspekts davon. Nagl ist das Gegenteil eines Puristen, in seinem Kopf und seinem Herzen hat vieles Platz, und manches kommt mit einer so schönen Beiläufigkeit daher, dass es gelegentlich scheint, ihm sei wurscht, ob ihm einer zuhöre – Hauptsache, die T ...