«Guten Appetit!», sagt die Kellnerin, macht einen Knicks und entfernt sich wieder; auf dem grossen, ovalen Teller, den sie vor mir abgestellt hat, schwimmt in einer bräunlichen Pfütze die Speisekarte, am Rand des Tellers liegen weisse, regenwurmförmige Chips. Schüchtern blicke ich zum Nachbartisch hinüber. Ob der erste Gang die Speisekarte selbst ist?
Das vermeintliche Papier zergeht auf der Zunge – und schmeckt nach Kalbsbraten. Als ich die Chipswürmer mit der Gabel zerkleinern will, beginnen sie über den Teller zu krabbeln. Womöglich wurden sie in der Küche mit einer Ionen-Kanone beschossen und elektrisch aufgeladen? Oder liegt das Gewusel auf dem Teller daran, dass meine Hän ...