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Die Weltwoche

Toskanischer Burgunder
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Wein

Toskanischer Burgunder

Gibt es den postmodernen Weinbau? Wohl eher nicht, oder anders gesagt: «Any­thing Goes» halte ich für den schönen Titel ­eines schönes Musicals von Cole Porter, aber für eine im Rebbau untaugliche Maxime. Die Traube braucht ihr Terroir. Zwar gedeihen ­gewisse pflegeleichte Sorten überall, aber die Weine sind dann auch danach. Der Widerstand macht die Qualität. Pinot noir aus der Toskana? Unfug, dachte ich bis vor relativ kurzem. Die Pinot braucht Kühle, ist, wenn sich das Klima weiter so verändert, in absehbarer Zeit selbst in ihren burgundischen Stammlanden bedroht. Dass die Marchesi Pancrazi auf ihrem Gut Villa di Bagnolo zwischen Prato und Pis­toia ­einen Pinot nero machen ...
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