Jede Sekunde des 7. April 2017 wird mir bis an mein Lebensende deutlich in Erinnerung bleiben. Mein Ex rief vom Stadtzentrum aus an. Eine Stunde zuvor war ich selbst in Drottninggatan gewesen, wir wohnen in der Nähe.
Seine Stimme, erstaunlich ruhig: «Jemand fährt mit einem Laster in eine Menschenmenge.» Das Blut gefror mir in den Adern.
«Nein! Nicht hier!», rief ich. Mein Herz klopfte wild. Ich hörte Sirenen. Helikopter.
An diesem Freitag war der Terror nach Stockholm gekommen, in Gestalt eines 39-jährigen Usbeken, eines Vaters von vier Kindern, der sich dem radikalen Islam zugewandt hatte. Vier Menschen waren sofort getötet worden, darunter ein elfjähriges Mädchen auf dem Heimw ...