Ein Gesicht von Botticelli, der Maler muss es in Florenz gefunden haben. Überschlank, von nervöser Zartheit, angekränkelt von der Last des Lebens und der Schwermut der Gedanken. Dieses Gesicht ist ein Phänomen. Es kann seine Herkunft wechseln, sogar sein Geschlecht, es wird von Stimmungen bespielt wie ein Föhnhimmel; und manchmal ist es pures Licht, und dann ist es das Gesicht des Erzengels Gabriel.
Ihr Name ist Swinton, Tilda Swinton. Sie ist die schönste Industriespionin im Auftrag ihrer selbst. Denn die Schauspielerin betreibt seit letztem August im Schottischen Hochland ein eigenes Filmfestival. Das «Ballerina Ballroom Cinema of Dreams» in Swintons Heimatstadt Nairn. Dort zeigt ...