Als in Soho vor zwei Jahren Té Casan eröffnete, die Schuhboutique für Damen, waren New Yorker Modefans ratlos. Nicht wegen der funkelnden 500-Quadratmeter-Verkaufsfläche, des raumhohen Kristalllüsters oder der Glastreppe. Sondern wegen der Marke selbst. Wo kam die her? Wie konnte sie sich die horrende Miete an dieser Luxuslage leisten?
Die Designer waren unbekannt, hatten aber beeindruckende Ahnentafeln: Zoe Lee war bei Vivienne Westwood gewesen, und Gianluca Soldi hatte für Versace und Dolce & Gabbana gearbeitet. Der Umsatz beruhte zunächst auf Exklusivität und vergleichsweise günstiger Preisgestaltung: Jede Kollektion war eine limitierte Edition mit 40 bis 100 Paaren pro Grös ...