Nelly: Ich bin gelernte Köchin und arbeitete in einer Beiz im Service, als mir Ferdi auffiel. Ich fand ihn ziemlich schön. Von den Männern wusste ich nicht viel, aber dass die Liebe durch den Magen geht, war mir bekannt. So bekam er fortan immer die schönsten Teller mit den grössten Portionen.
Ferdi: Es waren die frühen fünfziger Jahre. Bei einem Waldspaziergang küssten wir uns zum ersten Mal. Dann heirateten wir. In der reformierten Kirche in Höngg. Meine Eltern kamen nicht, sie waren katholisch. Erst nach dem ersten Enkelkind waren sie versöhnt.
Nelly: Ich war eine gute Hausfrau und Ferdi ein zuverlässiger Mann. Es ist gut, wenn die Ansprüche aneinander nicht so gross sind. ...