Er hatte ihn fast zum Greifen nahe. Keine zwei Schritte trennten ihn damals, im Jahre 2015, im 100-Meter-Final der Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Vogelnest-Stadion in Peking vom jamaikanischen Giganten Usain Bolt, dem schnellsten Mann der Welt.
Trayvon Bromell, ein Zwerg von 1,75 Zentimetern unter diesen rasenden Muskelpaketen, gewann die Bronzemedaille. Ein Jahr danach, in Rio bei den Olympischen Spielen, ging es fataler aus. Bromell wurde Achter und Letzter. Und in der Sprint-Staffel stürzte er sich als Schlussmann des US-Teams noch als vermeintlicher Dritter ins Ziel, doch die Amerikaner wurden wegen eines vorangegangenen Wechselfehlers disqualifiziert. Bromell wälzte sic ...