Der Pont des Arts ist der schönste Ort von Paris. Vielleicht liegt es daran, dass man auf die Kuppelfassade der Académie française blickt wie auf eine Theaterkulisse, wo nur noch Geist, Geschichte, Proportion herrscht. Vielleicht liegt es am Gemäuer der anderen Seite, wo der Louvre seinen Wall aus Stein und Glanz und Grossmannssucht entrollt. Rechterhand schwingt sich der Pont-Neuf über den Fluss, und das Reiterstandbild Henri IV präsentiert apathisch seine Hinterseite. Links geht purpurn die Sonne unter, der Eiffelturm sieht aus, wie er aussehen muss, und die Brise über dem Fluss fächelt die Rauchschwaden der Kiffergruppen stromabwärts. Meist sitzen so viel Bongo-Rastas, Gitarrensp ...