Wahrscheinlich ist es eine Folge meiner Erziehung. Ich wuchs in einem Lehrerhaushalt auf, und mein Vater war (wie die meisten Lehrer auf allen Stufen) einer, der wusste, wo Gott hockt. Er wusste, was gut ist und was schlecht, was Kunst und was Kitsch. An seiner Schule führte er einen rührenden Krieg gegen die sogenannte Schundliteratur. Gegen drei Kioskromane oder Comic-Hefte (auch die fanden keine Gnade) bekam ein Schüler eine «Gute Schrift» (so hiess eine Reihe, die in bester Absicht einer ganzen Generation die Klassiker verleidete). Ein «Gustav Adolfs Page» gegen drei John Kling, Rolf Torring etc. Den eingetauschten Schrott bewahrte er in unserem Keller, für die jährliche Papiers ...