Eng! Eng! So eng.» Es sind ihre letzten Worte. Und Rudolf, ihr Bruder, versteht sie genau. Er weiss, was seine jüngere Schwester, was Anna Waser ihm sagen will, der Welt sagen will – der Welt, die für sie die Familie ist. Die Familie als Gefängnis, ein Kerker wie Zürich auch. Anna war dazu bestimmt, die Staffeleien von Paris und Florenz zu erobern. Und dann? Mit einem Mal überkommt den Bruder die Ahnung, dass sie an ihr gefehlt hätten. Der Vater, die Mutter, die Geschwister, sie alle hätten gefehlt, dünkt es ihn jetzt ohne dass er recht wüsste, wie und warum. Doch nun ist alles zu spät. Anna ist tot.
«So eng!» Sind es nicht dieselben Worte, die sie ihm sagte, als die Familie ...