Die meisten Leser des aus dem Französischen übersetzten Gesprächsbandes Jean-François Bergiers mit Bertrand Müller und Pietro Boschetti werden sich wohl auf die etwa 75 Seiten des 279-seitigen Buches konzentrieren, die den Porträtierten als Präsidenten der «Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg» (UEK) zeigen. Aber die Lektüre der andern Kapitel, die vom wissenschaftlichen Werdegang und von den mehr grundsätzlichen Positionsbezügen Bergiers handeln, haben mindestens mir gezeigt, wieso mich das Wirken eines sympathischen Menschen, dessen Thesen ich mit Ausnahme der integrationspolitischen weitgehend teile, als Vertreter der UEK so perplex liess. Und mit die ...