Im ersten Moment ist man verblüfft, dann irritiert, schliesslich gerät man auf merkwürdige Weise in die Mangel dieses Buchs, wird hin und her geschleudert, hat bald dieses einzuwenden, jenes zu loben und wird am Ende der geisterhaften Leseodyssee vollkommen erschöpft ausgespuckt. Denn dies ist eines der verstiegensten, fantastischsten und kühnsten Debüts, das man in letzter Zeit entdecken konnte. Aus der Schwemme des Mittelmasses ragt das Buch wie ein einsamer Fels heraus. Damit ist keineswegs gesagt, dass dieser Roman perfekt wäre. Der 1978 in Greifswald geborene, in Dresden aufgewachsene und heute in Berlin lebende Steffen Popp ist dazu ein viel zu massloses, überdrehtes und melodr ...