Bis vor wenigen Jahren wusste kaum jemand, dass es eine Inselgruppe namens Tuvalu gibt. Der Zwergstaat im Pazifik, bestehend aus neun Koralleninseln, war hierzulande weitgehend unbekannt. Das änderte sich, als der Klimawandel zum grossen Thema wurde. Seither ist Tuvalu jedem Kind ein Begriff als Staat ohne Zukunft: Der steigende Meeresspiegel verschlinge die Inselgruppe bald und mache ihre 12 000 Bewohner zu Klimaflüchtlingen, lauteten die düsteren Prophezeiungen. Der Untergang könne schon in fünfzehn bis zwanzig Jahren Realität werden. Das Szenario machte sich im letzten Herbst auch Bundesrat Moritz Leuenberger zunutze, um für mehr Klimaschutz zu werben: In den Schweizer Alpen schmö ...