Katherine Newbury ist eine Fiktion, eine doppelte, wenn man will. Einmal ist sie die erfundene Late-Night-Show-Moderatorin im amerikanischen Film «Late Night», verkörpert von Emma Thompson, zum anderen gibt es unter den vielen Late-Night-Talkmastern in der Realität keine Frau. Newbury wurde vor diesem Hintergrund gewissermassen «quer», als Frau mit Manieren, die man Männern zuordnet, angelegt: arrogant, kaltschnäuzig, selbstbezogen. Wie ein erfolgsverwöhnter Weltenrichter herrscht sie über ihren Stab von Gag-Schreibern, deren Namen sie nicht kennt und nicht kennen will. Nummern sind sie für sie, und als Nummern kann sie sie, frei von ...