«Über den Parteien steht das Land»
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«Über den Parteien steht das Land»
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«Über den Parteien steht das Land»

Frankreichs neuer Präsident Macron versucht etwas Revolutionäres. Er will keine Koalition, sondern eine über den Parteien stehende Regierung. Schlüsselfigur für diese Mission ist der neue Premierminister Edouard ­Philippe. Der Regierungschef beruft sich auf General de Gaulle und will nicht «Scheibenwischer» spielen.
Guten Abend, Monsieur le Premier ministre. Haben Sie gezögert, das Amt des Premierministers anzunehmen? Auch Sie kennen ja das Sprichwort, welches das Hôtel Matignon [Amtssitz des Premiers] als Hölle bezeichnet. Ich weiss nicht, ob es die Hölle ist, aber ich bin mir bewusst, dass die Aufgabe beträchtlich sein wird. Natürlich denkt man nach, wenn man eine Entscheidung dieser Art treffen muss. Einerseits ist man von einem solchen Vorschlag geehrt, andererseits überlegt man es sich, denn einen solchen Entscheid nimmt man nicht auf die leichte Schulter. Dies umso mehr im gegenwärtigen Augenblick und in Anbetracht der ­Lage, in der sich unser Land befindet. Wir sind bedroht, verwundet, ...
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