Soldat sollte er werden, Musiker wurde er. Doch schlug Edouard Lalo (1823–1892) keine tönenden Schlachten, sondern bevorzugte Expeditionen in halbwegs exotische Gefilde. Solche Friedfertigkeit steht nicht allzu hoch im Kurs, und so wird dieser Komponist – dem sein Kollege Gabriel Fauré «Glanz, Verve und Heiterkeit» attestierte – unter seinem Wert gehandelt. Sicher, Lalo ist kein himmelstürmender Grossmeister, doch immerhin ein liebenswürdiger Begleiter durch die romantische gallische Tonwelt. Dass seine Familie einst von der Iberischen Halbinsel nach Frankreich eingewandert war, blieb ihm unvergessen. Immer wieder horcht er über die Pyrenäen nach Spanien; und seine Musik insges ...