Eine lästige Begleiterscheinung unserer direkten Demokratie ist die Unfähigkeit von Abstimmungsverlierern, ihre Niederlage einzugestehen. Der Urnengang vom 24. September zur Rentenreform – der wichtigsten Volksabstimmung seit langem – hat die sattsam bekannten Reflexe aktiviert. Kaum war das Nein in Stein gemeisselt, definierten SP und Gewerkschaften rote Linien, und sie winkten im Angesicht ihrer herben Niederlage vorauseilend mit der Referendumskeule. Die CVP, die zusammen mit der Linken abgestürzt war, beteuerte zwar, als Verliererin an den Tisch zurückkehren und eine bessere Vorlage mitgestalten zu wollen. Aber die zerknirschten Christdemokraten tun sich schwer, den bürgerli ...