Der Grund dafür, dass die Managerlöhne gegen Ende des 20. Jahrhunderts auf breiter Ebene rasant zu steigen begannen, lässt sich exakt datieren: Im Mai 1990 veröffentlichte die Harvard Business Review, eines der einflussreichsten Managermagazine, eine Studie von Michael C. Jensen und Kevin J. Murphy. Die beiden Ökonomen hatten das Einkommen von 2505 Generaldirektoren bei 1400 börsenkotierten Firmen untersucht. Ein Resultat war, dass in den achtziger Jahren in den USA ein CEO durchschnittlich 843000 Dollar an Salär und Bonus verdiente. Der wichtigere Schluss ihrer Studie aber leitete – zuerst in den USA, später auch in Europa – einen Wandel ein: In den meisten Aktiengesellschaften ...