Das Jahr 2013 war reich an Ironien – zumindest in jenem Teil der Welt, der sich einst frei nannte. Das respektable amerikanische Magazin Foreign Policy hat Edward Snowden zum «Global Thinker» des Jahres erkoren. Wie einst Solschenizyn, Sacharow oder Aung San Suu Kyi Âkonnte der Geehrte aber seine Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen.
Er hält sich im einstigen Reich des Bösen auf. Doch ist es diesmal nicht der Kreml, der ihn an der Ausreise hindert. Es geht um die Einreise – in die Vereinigten Staaten von Amerika, «land of the free and home of the brave»! Das Problem ist, dass Snowden nicht nur Geheimnisverrat begangen, sondern auch die DopÂpelbödigkeit und Ratlosigkeit ...