Den Vogel schoss Martin Bäumle ab. Der Präsident der Grünliberalen (5 Prozent Wähleranteil) hatte stets betont, die SVP habe Anrecht auf einen zweiten Bundesratssitz. Schliesslich sei sie die mit Abstand stärkste Partei. Bäumle stand zu seiner Aussage – bis kurz vor den Wahlen. Am letzten Wochenende vollführte er eine «spektakuläre Wende» (Sonntag). Er werde sich «dafür einsetzen, dass die SVP den zweiten Sitz nicht erhält», sagte Bäumle jetzt. Was dann auch eintraf.
Die Begründung mutet abenteuerlich an. Bäumle wirft der SVP vor, dass sie sich von ihrem mutmasslich kriminellen Kandidaten Bruno Zuppiger (Weltwoche Nr. 49/11) trennte. Sie habe diesen «wie eine heisse Kart ...