Dass der Mensch ein prinzipiell friedliches Lebewesen sei, ist von den meisten politischen Theoretikern bezweifelt worden. Ein dauerhafter Friede ohne äussere Zwangseinrichtungen sei nur möglich durch die Schaffung eines neuen Menschen: eines Menschen ohne Konkurrenzbewusstsein, ohne Ehrgeiz und ohne das Bestreben des Mehrhabenwollens. Eine solche Friedensordnung ist verschiedentlich gedacht worden – freilich weniger von politischen Theoretikern und Philosophen, die sich, wie etwa Kant, auf institutionelle Arrangements konzentriert haben, als von Dichtern und Propheten.
Bei dem römischen Dichter Vergil zum Beispiel findet sich der Gedanke einer Rückkehr der Menschheit ins Goldene Zeit ...