Anhänger des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez preisen seine Sozialprogramme, die sogenannten Missionen, schon seit Jahren als Modelle sozialer Gerechtigkeit. Diese Darstellung ist jedoch ein Mythos, wie aus einer umfassenden Studie des Lateinamerikanischen Instituts für Sozialforschung (Ildis) hervorgeht. Die Autoren, Yolanda D'Elia und Luis Francisco Cabezas, sind keine ideologischen Gegner von Chávez, und auch die Notwendigkeit staatlicher Sozialprojekte stellen sie keineswegs in Frage. Sie verfolgen lediglich die Geschichte der Missionen und vergleichen die Ergebnisse mit den erklärten Zielen. Ihr Resümee ist niederschmetternd.
Das ganze Projekt begann 2003, im fünften Jahr ...