Eigentlich ist Spielerberater ein ehrenwerter Beruf. Er vermittelt seinem Klienten Jobs und schützt ihn vor seiner eigenen Dummheit. Denn früher, als die Fussballer ihre Verträge selber aushandelten, war es für die Klubpräsidenten noch ein Leichtes, die Spieler über den Tisch zu ziehen. Etwa Horst Szymaniak, einen Bundesligastar der sechziger Jahre. Als ihm der Verein anbot, sein Gehalt um ein Drittel zu erhöhen, forderte er: «Ich will mindestens ein Viertel.»
Dass den Fifa-Agenten trotzdem der Ruf von sizilianischen Mafiosi anhaftet, verdanken sie Figuren wie Paul Stretford, einem der mächtigsten Paten der Branche. Der 44-jährige Engländer hatte sich in den neunziger Jahren ei ...