Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nimmt ihren Lauf. Noch immer konnte BP die unterirdischen Lecks nicht stopfen. Aus ihnen strömen Unmengen an Öl ins Meer, seit im April die Bohrinsel «Deepwater Horizon» explodiert ist. Ob es täglich 800 000 Liter sind, wie lange angenommen, oder viel mehr, ist unklar. Klar ist hingegen, dass der entstandene Ölteppich die Küstengewässer und die Mangrovensümpfe im Mississippi-Delta bedroht.
Das Umweltdesaster im Golf von Mexiko ist menschengemacht. Doch auch die Natur verschmutzt die Ozeane mit Erdöl – und das nicht zu knapp: Aus Ölfeldern, die unter dem Meeresboden liegen, strömen jährlich riesige Mengen an Öl durch Ritzen und Spalten in ...