Der Anruf des Stadtschreibers kam ebenso Âunvermittelt wie überraschend. Am Montagnachmittag beschied Arthur Cantieni, Stadtschreiber in Zug, per Telefon, die Weltwoche solle es gefälligst unterlassen, in Zug in der ÂAffäre Romer herumzutelefonieren. Es war der erste Zensurversuch.
Der zweite folgte am Dienstagabend, um 19.05 Uhr, per E-Mail. Diesmal war der Absender der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller (SP) persönlich. Das Stadtoberhaupt dekretierte, in der Tradition mittelalterlicher Obrigkeit: «Ich verbiete Ihnen die Publikation Ihrer nicht wahrheitsgemässen und juristisch falschen Behauptungen und der aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate in den mir gestellten Fragen ausdrüc ...