«Katastrophal!» Das hört man seit zwei Wochen unter Schweizer Bankiers, kommt die Rede auf Hans J. Bär. Der 76-jährige Privatbankier wird Grand Old Man der Bahnhofstrasse genannt, seine Stimme hat Gewicht in Finanzkreisen. Doch gilt er als Verräter der Bahnhofstrasse, weil er es wagte, in einem Interview mit der Weltwoche das Bankgeheimnis, eine der heiligen Säulen des Finanzplatzes Schweiz, als «unethisch» zu bezeichnen. Niemand im Ausland verstehe die hiesige Unterscheidung zwischen Steuerbetrug (illegal) und Steuerhinterziehung (legal). Selbst er nicht. «Dann soll er doch alles Geld zurückgeben, das er dank dem Bankgeheimnis verdient hat», ärgert sich SVP-Nationalrat Hans Kau ...