«Und jetzt das Schlussmassaker»
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«Und jetzt das Schlussmassaker»
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«Und jetzt das Schlussmassaker»

Er brachte das Manifest des Amoktäters Anders Breivik auf die Bühne, liess Kinder die Geschichte des Kinderschänders Marc Dutroux nachspielen, jetzt inszeniert er die Gewaltorgie «120 Tage von Sodom» mit geistig Behinderten. Was will Milo Rau?
Die Schauspieler, mehrheitlich mit Down-­Syndrom, warten aufgeregt auf ihn, begrüssen ihn dann euphorisch. «Was machen wir jetzt?», fragt einer. «Das Schlussmassaker», sagt Milo Rau, alle lachen. Der Schweizer ­Regisseur ist einer der umstrittensten, aber auch erfolgreichsten Theatermacher Europas, seine Stücke über Krieg und Gewalt sind rund um den Globus gefragt. Jetzt inszeniert er am Zürcher Schauspielhaus mit geistig behinderten Darstellern vom Theater Hora Pasolinis Gewaltorgie «120 Tage von Sodom». Auch dieses Stück dürfte wieder für einen Skandal sorgen. Weshalb macht er das? Zwischen den Proben findet er Zeit für ein Gespräch in der Theaterkantine. Herr Rau, bereit ...
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