Der Steiner hat Tränen in den Augen, als er über den Buchumschlag streicht, eine altmodische Zeichnung in Grün auf Weiss, ein Lausbub mit knubbligen Knien und stoppligem Haar: «Es sieht genau so aus, wie ich es in Erinnerung hatte.» Aus seiner Kindheit nämlich, als er sich mit seinen sieben Brüdern – oder waren es acht? – allabendlich um das Buch prügeln musste. Der Sieger, selten er, las dann den anderen daraus vor. Ohne zu überlegen, sage ich: «Weisst du was, ich schenk es dir.» Der Steiner ist eben fünfzig geworden. Zu alt, um sich zu prügeln. Der Steiner drückt das Buch an die Brust.
Kate schaut von ihm zu mir, von mir zu ihm, zählt die rollenden Tränen der Rührung, ...