Es war ein seltsames Gespann, das da zu Beginn der fünfziger Jahre allabendlich durch die Strassen der ostamerikanischen Kleinstadt Princeton zog: auf der einen Seite der gut siebzigjährige Albert Einstein, meist im Pulli und ohne Socken, wohlgenährt und lebenslustig, voller Schalk und gesundem Menschenverstand. Neben ihm der 27 Jahre jüngere Kurt Gödel, korrekt gekleidet, doch oft bis in den Sommer in Mantel und Schal gehüllt; ausgemergelt, weltfremd und ironiefrei.
«Ich habe mir fest vorgenommen», schrieb Einstein einmal, «mit einem Minimum medizinischer Hilfe ins Gras zu beissen, wenn mein Stündlein gekommen ist, bis dahin aber darauf los zu sündigen, wie es mir meine ruchlose ...